Werdegang

Schon seit meiner Kindheit habe ich mich immer gerne in irgendeiner Art und Weise kreativ beschäftigt.

 

In jungen Jahren erinnere ich mich an viel Basteln, Zeichnen und Malen, später in meiner Jugend fing ich an, mich mit Musik und verschiedenen kreativen Arbeiten am Computer auseinanderzusetzen.

 

Mit ca. 16 Jahren entdeckte ich dann Nageldesign für mich, und ich probierte immer wieder aufwändige Motive und Designs auf meinen eigenen Nägeln aus.


Im ungefähr gleichen Alter fing ich auch an, mich intensiver mit Makeup zu beschäftigen. Ich las Bücher und Blogs im Internet, verbrachte viel Zeit auf Youtube und dann vor meinem Spiegel, um Looks an mir selbst auszuprobieren. 

Über die Jahre festigten sich meine Kenntnisse und Techniken, und der Spaß am kreativ sein und Makeup generell ging mir nicht verloren. Ich wollte mehr lernen, mehr wissen, mehr können.

 

2014 entschied ich mich dann dazu, einen Makeup-Kurs zu belegen, um mehr Wissen zu erwerben, und mein Können von professionellen Makeup Artists bewerten zu lassen. So nahm ich im November an einem Intensiv-Makeup-Kurs bei "Pixiwoo" in England teil. Dort lernte ich zum ersten Mal, dass Makeup nicht nur ein Hobby sein kann, sondern auch ein Beruf.

 

Nachdem ich den Kurs abgeschlossen und mein Zertifikat erhalten hatte, beschäftigte ich mich weiterhin intensiv mit Makeup, fing an Freunde, Bekannte und Familie zu schminken und mir auszumalen wie es wäre, mein Hobby zum Beruf zu machen.

Im Sommer 2015 übernahm ich die Leitung der Maske für die Musicalproduktion „Hairspray“ des Gymnasiums, an dem ich das Jahr vorher mein Abitur gemacht hatte. Ich war zuständig für die Frisuren, Perücken und natürlich das Makeup des gesamten Ensembles, und stellte mir ein Team zusammen, das mir bei der Umsetzung der von mir geplanten Looks an knapp 60 Personen unter die Arme griff. Diese Position war etwas komplett Neues für mich, und brachte auch viel Verantwortung mit sich, aber ich meisterte die Herausforderung und sowohl die Arbeit von mir und meinem Team, als auch die gesamte Produktion waren ein riesiger Erfolg. 

 

Von Oktober 2015 bis Oktober 2016 arbeitete ich als Freelance Makeup Artist für MAC Cosmetics. Dies ermöglichte mir mein Wissen über Makeup-Techniken, Kundenkontakt und Makeup Produkte noch einmal stark zu erweitern.


Im Sommer 2017 durfte ich die Position als Leitung der Maske für die Musicalproduktion des Gymnasiums wieder übernehmen, als das Musical „Frankenstein Junior“ aufgeführt wurde. Auch in diesem Jahr war es ein riesiger Erfolg.

 

Im Spätsommer 2017 war es nun endlich soweit, und ich war in einer Position die mir erlaubte, endlich den Schritt zu wagen und mein Hobby Makeup zum Nebenberuf zu machen.





Zusatz: Meine Mentalität

Jeder, der gern Makeup trägt, kennt es.

 

"Für wen machst du dich denn so schick?“

"Du willst dich doch nur unter deinem Makeup verstecken“

"Du schminkst dich nur, um andere über dein Aussehen zu täuschen"

"Man erkennt dich bestimmt nicht mehr, wenn du kein Makeup trägst“

 

Solche Aussagen zeigen die verschiedenen Vorurteile und Klischees, mit denen man als Makeup-Enthusiast oder Makeup Artist oft konfrontiert wird.

 Ich möchte hierzu versuchen, so kurz wie möglich meine Ansichten zu teilen, da ich auch in meiner Arbeit als Makeup Artist diese Ansichten zugrunde lege.

 

Jede Person nutzt Makeup aus unterschiedlichen Gründen. Für mich war es immer, und ist es bis heute, eine Form meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen.

 

Makeup ist für mich auch eine Möglichkeit, kleine Unsicherheiten die man als Mensch mit sich selbst hat, zu verstecken, oder die natürliche Schönheit zu betonen und hervorzuheben. Die kleinste Menge Concealer unter dem Auge oder Mascara auf den Wimpern kann einem Mensch ein komplett anderes, positiveres Selbstgefühl verleihen. Ich habe dieses Phänomen über die Jahre öfter erleben dürften, und es ist einer der Hauptgründe, wieso meine Leidenschaft für Makeup über die Jahre nur noch gewachsen ist.

 

Selbstverständlich kann man sich mit Makeup auch komplett verändern, aber ich liebe, dass ich durch die Möglichkeiten, die Makeup bietet, die Entscheidung selbst habe, was genau ich gestalte und ob ich ein natürliches Beauty Makeup auftrage, oder einen kompletten Charakter-Look entwerfe, etwa für Halloween oder einfach so zum Spaß.

 

Um also auf die typischen Vorurteile zurückzukommen:

 

Ich persönlich trage Makeup nicht für andere Menschen. Ich trage Makeup für mich, weil es mir Spaß macht und weil es mir an Tagen, an denen ich es mir gut tut, ein Fünkchen mehr Selbstbewusstsein verleiht.

 

Ich liebe es, dass ich die Möglichkeit habe, dieses Gefühl auch meinen Kunden zu geben und beizubringen, wie sie sich selbst dieses Fünkchen extra Selbstbewusstsein verleihen können.

Ich liebe es, dass ich dazu beitragen kann, dass sich meine Kunden selbst wunderschön finden.

 

Ich verstecke weder mich selbst, noch meine Kunden unter Makeup. Ich hebe die natürliche Schönheit, die jeder Mensch hat, hervor und betone sie. Außer mein Kunde möchte ein Makeup „ohne welches man dich nicht mehr erkennt“. Dann nutze ich alle Möglichkeiten und Techniken die die Arbeit mit Makeup bietet, um die Illusion zu schaffen, die mein Kunde sich wünscht. Auch diese Art von Makeup ist eine Art Kunst und Kreativität.

 

Ich habe die Möglichkeit, alles zu gestalten, was ich mir an mir selbst, oder mein Kunde an sich wünschen. Die Entscheidung liegt einzig und allein bei uns. Und diese Entscheidung, aus unendlichen Möglichkeiten jeden Tag aufs Neue auswählen zu können, welche Art von Makeup ich auftrage, ist der Grund, wieso Makeup für mich nie langweilig wird, wieso mir nie der Spaß daran vergeht und weshalb ich eine riesige Leidenschaft dafür habe.